Für Bücherwürmer

Neulich überreichte mir eine Mama in der Ballettschule einen kleinen Brief mit dem Kommentar:“Ein klein wenig Arbeit, aber es lohnt sich „.  Ich dachte erst an eine Spendenbitte an den Verein XYZ oder ähnliches, aber nein!

Es war ein Bücherwurm! Also ein Kettenbrief. Wir kennen das noch aus der Grundschule, da musste man solche Briefe immer mühsam per Hand 5-7x abschreiben, und an Freundinnen weiterverteilen, denen dann wiederum die zweifelhafte Ehre zuteil kam, das Ding erneut abzuschreiben und weiterzuleiten. Im Hinterkopf die Drohung, das man bei Missachtung jahrelang nur Pech haben wird, nie einen Freund findet, etc.

Nun ja, zurück zu meinem Bücherwurm. Dieser funktioniert genauso. Nur viel einfacher. Man kopiert das Blankoformular 6x und füllt das mitgegebene Formular aus. Das heisst, das der erste Name oben in der Spalte wegfällt und alle eins nach vorne rutschen. In die freie dritte Spalte trägt man nun den Namen seines Kindes mit Adresse und Alter ein. Das Ganze legt man nun auf das Kopiergerät und kopiert es 6x und fertig. Fast.

Denn die Idee des Bücherwurms ist, das man Kindern mehr Freude beim Lesen bereitet und die Freude an Büchern neu entflammt. Entsprechend soll man nun dem ersten Kind der Originaleinladung ein kleines Buch schicken, zum Beispiel ein kleines Pixie oder so ähnlich. Deshalb trägt man ja seine Adresse in die letzte Spalte ein, man hofft ja, das ein netter und begeisterter Elternteil auch ein kleines Buch auf Reisen schickt.

Für uns war sofort klar, das wir mitmachen. Wir lesen viel, v.a. wenn es kalt und fies ist und keiner vor die Tür gehen mag. Oder wir ein neues Buch haben und wissen wollen, was da los ist.

Das abendliche Vorlesen ist fester Bestandteil des Tages und insofern sind wir frohen Mutes in unseren tollen Buchladen hier im Ort marschiert und haben ein Schönes gekauft, es gleich einpacken lassen und mit einer dazu passenden Karte versehen. Den Umschlag zum Verschicken gab es gegenüber im Schreibwarenladen.

Am nächsten Tag ging das Buch auf Reisen. Soweit zu Teil 1.

Jetzt mussten ja noch die 6 Kopien, blanko und ausgefüllt, in an weitere Mitsstreiter verteilt werden. Und da begann die eigentliche Arbeit. „Keine Zeit, zu viel Aufwand, wir haben genug, da kommt doch nichts zurück“ waren nur ein paar der Ausreden. Mich hat das zutiefst erstaunt, ich dachte, das ist doch eine tolle Sache!

Nun ja, ich bin alle 6 Briefe los geworden. Ich bin mir sicher, das wir keine (theoretisch möglichen) 36 Bücher bekommen werden. Aber selbst wenn wir nur 1 bekommen, ist das doch toll – wir haben ja auch nur eines verschickt!

Liebe Mamas u Papas, gebt euch doch einen Schubs und macht mit!

IMG_1694

IMG_1734

Tag 1 … Oder doch 2..?

Tag 1 … Oder doch 2..?

Unser Wochenplan und seine Tücken..,

Unser Wochenplan und seine Tücken..,

Newer post

Post a comment

%d Bloggern gefällt das: