Unser Urlaub steht vor der Tür

Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor,
Vergessenheit aller häuslichen Sorgen,
und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter,
schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.
Adolf Freiherr v. Knigge (1752 – 1796)

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Lieber Herr Freiherr von Knigge,

ich gebe Ihnen uneingeschränkt recht…

Aber mal unter uns: Sind Sie jemals mit 2 Kleinkindern und einem Baby zum Skifahren gefahren?

Zum Thema Geduld…
Ich gebe zu, die verlässt mich gerade. Wir haben hier Rotznasenalarm vom Feinsten und 2 übelgelaunte Kleinkinder, die sich seit Mittag ununterbrochen in der Wolle hatten. Sie haben sich zwar abends wieder versöhnt, aber es war heute eine harte Probe für meine Nerven.
Denn eigentlich stand Koffer packen auf dem Plan. Und zwar ganz oben.
Ich habe mich für ganz schlau gehalten und dachte, 2 Tage vor Abreise mit packen anzufangen um ganz entspannt das Haus zu verlassen.
Theoretisch ganz schön, rein praktisch ist das einfach nicht machbar.
Es ist nämlich kalt geworden, richtig kalt mit Morgenglätte und Blitzeis und unsere drei Krümel möchten natürlich nicht frieren. Sprich, die richtig warmen Sachen, die eigentlich in den Koffer wandern sollten, sind soeben in die Waschmaschine gewandert um morgen früh den Trockner zu besuchen und anschließend in der Tasche zu landen.

Guten Mutes werde ich also morgen früh packen. Und vermutlich nicht wirklich entspannt das Haus verlassen.

Womit wir beim Thema Humor sind. Den habe ich heute kurz verloren, irgendwo zwischen den beiden zankenden Kleinkindern und einem jammernden Baby.
Dann musste ich doch lachen, denn die sorgsam gebügelte Wäsche, die nach Kindern sortiert bereit stand um eingepackt zu werden wurde von kleinen Kindernhänden kurzerhand auf Vollständigkeit überprüft.
Und siehe da: meine bald 4 Jährige wies mich darauf hin, das ihr Badeanzug fehlte. Sie hatte Recht! Ich hatte die Badesachen komplett vergessen.

Lange Rede, kurzer Sinn. Verreisen mit Kindern ist einfach eine andere Nummer. Alleine das herausholen der Reisetaschen versetzt die Kleinen in solche Aufregung, das alles aus dem Ruder läuft. Deshalb haben wir als erstes den kleinen Kindertrolley mit Lieblingsspielzeug gepackt, die Kuscheltiere bereit gelegt und ein gemütliches Outfit für die Fahrt zusammengestellt.

Den Reiseproviant duften die Mäuse sich gestern im Supermarkt selbst aussuchen: Butterkekse und Orangensaft in Minitrinkflaschen.

Die Reiseapotheke habe ich heute morgen aufgefüllt, die Apothekerin guckte mich ganz mitleidig an. Aber nein, ich möchte kein Lazarett eröffnen, sondern nur sicher sein, das ich im Skiort für alles gewappnet bin. Vom Hustensaft bis zum Kümmelzäpfchen ist alles, was das Herz begehrt dabei.

Die häuslichen Sorgen werde ich selbstverständlich zu Hause lassen und mehrfach kontrollieren das Bügeleisen und Kaffeemaschine ausgeschaltet sind,
Die Haustür abgeschlossen und das Lichts ausgeschaltet ist.

Und wenn wir nach langer Fahrt im Hotel angekommen sind,
werden wir uns einen tollen Urlaub wünschen und mit einem Glas Wein auf Sie anstoßen.

Und darauf, das Teil ll ihres Zitats hoffentlich nur rein theoretischer Natur bleibt:

widrige Zufälle – Stau ?
Schwierigkeiten – Ausweise vergessen?
böses Wetter – zu kalt? Zu viel Schnee?
schlecht Kost – Kantine?
dergleichen – Pool kaputt?

Herzlichst,

Ihre LetteLoopi

Anbei eine kleine Pack-Hilfe:

Ab auf die Piste: Packliste Skiurlaub

Unser Wochenplan und seine Tücken..,

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Checklisten nützen nix….

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