Schwangerschaft und viel mimimimi,…

Baby Boy letteloopi

 

Meine Lieben, lange war es ruhig auf letteloopi. Wer mir auf Instagram folgt, weiß auch warum: wir haben noch einmal Nachwuchs bekommen 😊. Unser kleiner Mann kam Anfang April auf die Welt, etwas früh in der 32. Schwangerschaftswoche aber gesund und putzmunter. Er hatte es einfach eilig und ist ein wirklich niedliches Kerlchen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für all die guten Wünsche und tollen Geschenke zur Geburt unseres Jüngsten. Wir haben uns riesig gefreut! DANKE!!!

Schwangerschaft und viel mimimimi,….

Es gibt Frauen, die blühen in ihrer Schwangerschaft so richtig auf: sprühen vor Energie, sehen fantastisch aus, sind glücklich und fühlen sich pudelwohl. Um es kurz zu machen: zu denen gehöre ich nicht.

Mir war so richtig schlecht, und das nicht nur morgens, sondern über den ganzen Tag verteilt. Anfangs hatte ich das volle Mitgefühl meiner Kinder, die neben mir saßen, wenn ich mich morgens übergeben musste und mir ein feuchtes Tuch oder ein Glas Wasser reichten. Auch der Hund bemitleidete mich, gab mir hin und wieder einen feuchten Kuss und wartete vor der Badezimmertür. Dann wurde es unserem 3-Jährigen zu bunt und wenn ich ins Bad entschwand, ging er erstmal Lego spielen. Nach einer Woche hatte unsere Mittlere, 4 Jahre alt, auch keine Lust mehr und spielte lieber mit ihrer Puppe. Nach einer weiteren Woche blieb auch unsere Älteste, 6 Jahre alt, lieber im Bett liegen und wartete, bis meine Phase akuter Morgenübelkeit vorbei war und ich das Frühstück vorbereitete. Und unser Hund, nun ja, der hob wenigstens noch den Kopf, machte sich aber auch nicht mehr die Mühe aufzustehen.

Diese heftige Phase morgendlicher Übelkeit begann in der 5. Schwangerschaftswoche und dauerte etwas bis zur 11. Dann war sie schlagartig vorbei. Diverse Hausmittelchen wie Ingwer, kalte Tücher, riechen an Orangenöl, Keks vorm aufstehen, etc. hat alles nicht geholfen. Das Einzige, was wirklich half, war wieder ins Bett zu gehen nachdem ich die Kinder im Kindergarten abgegeben hatte.

Die Geruchsempfindlichkeit ist aber geblieben, Waschmittel, Seife, Kaffee, Essen, unser Hund, … jeder Gang in den Supermarkt war eine Qual. Am Schlimmsten aber war die Käsetheke und um die unangenehme und hochgradig peinliche Situation, nämlich sich vor der Theke übergeben zu müssen, zu vermeiden, habe ich die Lebensmittel online bestellt und sie mir nach Hause liefern lassen.

Stichwort „liefern“, ich glaube, Pizzadienst und Asiaexpress haben den Umsatz seines Lebens mit uns gemacht.

Der Blick in den Spiegel

Das fantastische Aussehen war auch so eine Sache… wenn man morgens aufsteht und sich vor seinem eigenen Spiegelbild erschreckt, ist das nicht gerade prickelnd. Von der vielen Spuckerei hatte ich um die Augen herum lauter kleine rote Flecke (verschwinden wieder) und passend dazu eine Haut wie in der tiefsten Pubertät. Meine aschfahle Gesichtsfarbe, die auch von meinen sehr schlechten Eisenwerten stammte, rundete das Bild ab. Ich war so müde und schlapp, das ich nicht einmal die 20 Stufen ins Obergeschoss unseres Hauses geschafft habe, sondern nach 5 Stufen eine kurze Pause einlegen musste. Ein Eisenpräparat in Form von Tabletten habe ich von Anfang an genommen, nur hat es nicht wirklich geholfen. Was ich wirklich empfehlen kann, ist Eisen in Form von einer Infusion. Diese ist zwar nicht gerade ein Schnäppchen, kostet immerhin etwas mehr als 200€, aber danach fühlt man sich so fit, dass man Bäume ausreißen möchte.

Die Sache mit den Haaren

Während der Schwangerschaften mit meinen Mädchen hatte ich tolle Haare: lang, seidig glänzend, voll,.. dieses Mal war es eher Marke „Ratte nach dem ersten Schleudergang“. Was als leichter Haarausfall begann, endete in einem kompletten Desaster. Der Boden war übersät mit Haaren und diese offen zu tragen war undenkbar, denn die hingen einfach überall! Irgendwann stellte ich fest, dass selbst ein kleines Kinderhaargummi (das früher für eine kleine Strähne gereicht hätte) ausreichend war, um meine verbliebene Haarpracht zusammenzubinden und ich entdeckte sogar kahle Stellen auf dem Kopf.

Müde, müde, müde,..

Ja, müde war ich ohne Ende. Und immer irgendwie schlapp. So paradox es klingen mag, aber dagegen hilft nur Bewegung und frische Luft. Nach dem Abklingen der Morgenübelkeit ging ich wieder mehr und viel länger mit unserem Hund gassi. Das bringt den Kreislauf in Schwung und erfrischt.

Ihr seht, „schwanger“ kann so unterschiedlich sein. Meine ersten beiden Schwangerschaften waren ein Traum, die Dritte so naja, die 4. wirklich anstrengend.Schwanger sein kann so anstrengend sein ABER es geht vorbei! Und dann guckt man sein kleines Baby an, dieses winzige kleine Menschlein und schon ist alles wieder vergessen.

Meine „großen“ Kinder haben wirklich viel Verständnis für mich gezeigt. Es kam nie ein Vorwurf, dass ich so schlapp war und abends beim Vorlesen weggenickt bin. Es war ohnehin Winter, matschig, kalt und trist und wir haben zu Hause viel gemalt, gepuzzelt, gebastelt.

Sie haben mir geholfen die Babysachen einzuräumen und die Wickelkommode vorzubereiten. Und ich habe ihnen versprochen, das wir wieder mehr unternehmen, wenn das Baby da ist.

Die Erzieherinnen im Kindergarten waren ein Traum.. Später dran wegen Müdigkeit? Kein Problem!

(Danke, Danke, Danke!)

Jetzt

ist das Baby da und die Mädels gehen wieder in ihre Ballettstunde, zum Schwimmunterricht und haben Verabredungen. Der Jüngste freut sich, dass ich wieder mit ihm auf dem Boden sitze und Lego spiele.

Nach guten 2 Wochen hatten wir unsere Routine entwickelt und schaffen es nun morgens entspannt und ohne Stress pünktlich zum Morgenkreis in den Kindergarten.

Und mein Mann? Der hat meine (mitunter sehr miese Laune) mit stoischer Gelassenheit ertragen, sich um alles gekümmert (soweit möglich, er musste ja arbeiten) sich über meinen Haarausfall amüsiert („das wächst ja nach“) und mein Gejammer mit “Es gibt schlimmeres!“ kommentiert.

Mein Kopf ist übersät mit Nestern 2 cm langer Haare, die wild in alle Richtungen abstehen. Meine Haut sieht aus wie davor (mit ein paar Fältchen mehr). Meine Blutwerte sind ein Traum.

Das Baby auch. Unsere Kids sowieso.  Mein Mann ohnehin. Und recht hatte er auch:

Es gibt Schlimmeres.

 

 

 

 

 

 

 

 

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There is one comment

  1. Jenny

    Sehr schön geschrieben und wie extrem unterschiedlich Schwangerschaften doch sein können, absolut verrückt!
    Aber das Wichtigste: dir und dem Kleinen geht es gut, obwohl er so früh auf diese Welt wollte 🙂
    Ich hoffe, ihr habt eure Anfangszeit in vollen Zügen genossen! ich ziehe den Hut vor dir, dass du 4 Kinder auf die Welt gebracht hast! Ganz ganz toll <3

    Liebe Grüße
    Jenny

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