Küchengeflüster: kandierter Rosmarin

Die Ereignisse der letzten Tage hatten mir die Lust und Laune zu bloggen kräftig vermasselt…

 

Heute möchte ich meine kleine Spielerei nachreichen.

Mein Rosmarin blüht wunderbar und da kam mir die Idee, diese filigranen Blüten zum Verzieren zu nehmen. Kandieren kann man alle essbaren und nicht behandelten Blüten. Ich nehme auch gerne Thymianblüten oder Gänseblümchen, nur von meinen Rosen lasse ich die Finger, denn die bekommen regelmäßig die chemische Keule verabreicht. Im heimischen Garten findet man auch oft Sonnenblumen, Veilchen, Jasmin, Pfefferminze, Löwenzahn und Strauchrosen, um nur ein paar bekannte ungiftige Blumen zu nennen. Kirsch-, Apfel-, Birnen-, Holunder- und Akazienblüten schmecken kandiert besonders gut. Wenn Unsicherheit über die Essbarkeit einer Pflanze besteht, lieber Finger weg und auf bekannte Blumen ausweichen und bitte keine gespritzten Blumen benutzen!

Die kandierten Blüten sind eine wunderschöne Dekoration für kleine Petit Four, Muffins, Törtchen, Salate, Sandwiches und sonstige Leckereien auf dem Osterbrunch. Und schmecken auch sehr lecker. Für das Kandieren braucht man neben den Pflanzen nur Zucker, eventuell Gummiarabikum, Eiklar, Wasser und eine Lage Backpapier. Somit sind die benötigten Zutaten normalerweise in jedem Haushalt vorhanden und die Kosten sind überschaubar.

Die Zubereitung erfordert ein wenig Geduld aber es lohnt sich. Luftdicht verschlossen in einem dunklen Gefäß halten sich die Blüten je nach Zubereitung bis zu 6 Monate.

Es gibt je nach Größe der Blüte und benötigter Haltbarkeit unterschiedliche Varianten zum Kandieren.

 

 

Nachfolgende Anleitung ist für kleine Blüten wie hier bei dem Rosmarin gedacht (ca. 6 Wochen haltbar)

Zutaten:

  • 100 g Zucker
  • 80 ml Wasser
  1. Ein kaltes Backblech mit Backpapier belegen
  2. Den Zucker gut im Wasser auflösen und aufkochen lassen
  3. Das Zuckerwasser in einem hohen Behälter gut auskühlen lassen (Ist die Flüssigkeit zu heiß verwelken die Blüten)
  4. Die gereinigten und und trocken getupften Blüten mit einer Pinzette in den Sirup tauchen, kurz abtropfen lassen und auf dem Backpapier etwa 30 Minuten trocknen
  5. Vorgang noch 2x wiederholen und die Blüten über Nacht trocknen lassen
  6. Wenn Sie richtig trocken sind, glänzen sie und kleben nicht mehr

 

Variante 2 für größere Blüten, die länger haltbar sein sollen ( 6 Monate z. B. Als Vorbereitung für eine Torte etc.)

Zutaten:

  • 80 g Zucker
  • 100 ml Wasser
  • 12 g Gummiarabikum
  • 100 ml Wasser 
  1. Ein kaltes Backblech mit Backpapier belegen
  2. Gummiarabikum in 100 ml kalten Wasser über Wasserbad auflösen und so lange rühren, bis es sich vollständig aufgelöst hat 
  3. Lösung erkalten lassen
  4. Sirup aus Wasser und Zucker kochen
  5. In hohem Behälter auskühlen lassen
  6. Mit einem Pinsel Gummiarabikumlösung auf beide Seiten der Blüten und Blätter aufpinseln
  7. Anschließend den Sirup beidseitig auftragen
  8. Durch ein Sieb mit feinem Kristallzucker bestreuen und auf dem Backpapier trocknen lassen

 

Variante 3 für größere Blüten, die nicht so lange haltbar sein müssen (4-5 Tage)

Zutaten:

  • 2 Eiklar
  • Zucker
  1. Ein kaltes Backblech mit Backpapier belegen
  2. Eiweiß aufschlagen bis es fest ist und eine gleichmäßige Konsistenz hat
  3. Blüten mit einem Pinsel bestreichen und darauf achten, das sie gleichmäßig bedeckt sind
  4. Durch ein Sieb mit feinkörnigem Kristallzucker bestreuen 
  5. An einem warmen Ort trocknen lassen (Auf der Heizung oder schwache Hitze im Ofen)

 

Aus den übrigen Nadeln habe ich Rosmarinsalz zubereitet und in kleine Gläschen abgefüllt. Ich finde, das ist doch ein

ganz hübsches Mitbringsel bzw. Gastgeschenk.  

Hierfür den Rosmarin grob hacken, im Mörser mit groben Meersalz verreiben und auf einem Backblech verteilt im Ofen bei 60 Grad etwa 2 Stunden trocknen. 

Toller Nebeneffekt: die Küche duftet herrlich!!!!

  

 

                     Ich wünsche euch ganz viel Spaß und gutes Gelingen !!!

 

 

 

 

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